Dehnbare Sensoren für smarte Textilien

Presseinformation aus der Fachzeitschrift Technische Textilien / 15.5.2019

Shirt mit DES zur Überwachung der Körperhaltung – kann bei kritischer Haltung oder Belastung warnen.
© Fraunhofer ISC

Shirt mit DES zur Überwachung der Körperhaltung – kann bei kritischer Haltung oder Belastung warnen.

Intelligente Materialien und integrierte Elektronik schaffen Voraussetzungen für innovatives Design und neue Anwendungen in den Bereichen intelligente Textilien, elektronische Verbindungen, Steuerungen und Anzeigen.  Das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC mit seinem Center Smart Materials arbeitet an siliconbasierten Materialien, angepassten Druckpasten und effizienten Produktionstechnologien. Damit kann das Anwendungspotenzial von dehnbaren Sensoren und Leiterbahnen für neue Produktideen erschlossen und die Implementierung beschleunigt werden.

Für die Textilindustrie bieten intelligente Textilien ein neues attraktives Marktsegment.  Sie können in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden, z. B. zur Überwachung der Körperhaltung, zur Verbesserung der Ergonomie am Arbeitsplatz, für Ambient Assisted Living, um ein selbstbestimmtes Leben im gewohnten Umfeld im Alter oder bei chronischen Erkrankungen zu erleichtern, für die Automobilbranche und für den Sport.  Voraussetzungen für die Integration intelligenter Funktionen in Textilien sind entsprechend flexible und belastbare Funktionselemente. Das Fraunhofer ISC entwickelt Dehnungs- und Drucksensoren auf der Basis extrem elastischer dielektrischer Elastomere (DES) speziell für den Einsatz in Textilien. DES sind eine neue Klasse mechanischer Sensoren zur Messung von Verformungen, Kräften und Drücken. Sie eignen sich aufgrund ihrer hohen Elastizität, Weichheit und Flexibilität besonders gut für die Integration in Gewebe oder Gewirke. Potenziale für die Anwendungen dieser Elastomersensoren bestehen in der medizinischen Versorgung, z. B. zur Verhinderung von Dekubitus oder zur Lokalisierung der Druckverteilung in Schuhen. Sie können auch das individuelle Training unterstützen, indem sie die Körperhaltung und -belastung mit entsprechend ausgerüsteten Kleidungsstücken oder Trainingsmatten messen. In Kollisionserfassungssystemen können DES die Implementierung von automatisierten Prozessen unterstützen und z. B. Mensch-Maschine-Schnittstellen sicherer machen.


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