»LamA – Laden am Arbeitsplatz«: Ladeinfrastruktur geht auch in Würzburg offiziell in Betrieb

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LamA Schnellladepunkt am Fraunhofer ISC
© Fraunhofer ISC
LamA Schnellladepunkt am Fraunhofer ISC

Die Fraunhofer-Gesellschaft baut im Projekt »LamA – Laden am Arbeitsplatz« seit 2019 deutschlandweit die Ladeinfrastruktur an den Standorten von Fraunhofer-Instituten aus. Dabei steht ein Teil der insgesamt rund 480 Ladepunkte auch externen Nutzern zur Verfügung. Am 21. Oktober werden nun auch die neuen Ladesäulen am Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC in Würzburg zur Nutzung freigegeben.

 

Im Rahmen der virtuellen LamA-Transferveranstaltung »Zeitenwende Elektromobilität?« in Würzburg können sich interessierte Unternehmen im Gespräch mit Vertretern der Stadt Würzburg, des Netzbetreibers Mainfrankennetze, Bayern Innovativ und der Fraunhofer-Gesellschaft über innovative Lösungen für die Herausforderungen nachhaltiger Mobilität informieren und über die Möglichkeiten, selbst Ladeinfrastruktur aufzubauen. Das Würzburger Institut arbeitet selbst intensiv an den Voraussetzungen für eine nachhaltige Elektromobilität mit. »Mit seinem Fraunhofer Forschungs- und Entwicklungszentrum Elektromobilität ist das Fraunhofer ISC an der Entwicklung von zukunftssicheren und ressourcenschonenden Batterie- und Recyclingtechnologien maßgeblich beteiligt. Ein Grund mehr für uns, auch den Ausbau der Ladeinfrastruktur voranzutreiben und so zu einer umweltfreundlichen Mobilität beizutragen«, so Prof. Dr. Gerhard Sextl, Leiter des Fraunhofer ISC. Am Hauptstandort des Instituts in Würzburg werden fünf Ladepunkte auf dem öffentlich zugänglichen Teil des Betriebsgeländes am Neunerplatz zur Verfügung stehen, darunter auch eine Schnellladesäule mit maximal 150 kW Ladeleistung.

 

Auch die Stadt Würzburg begrüßt das Fraunhofer-Engagement, wie Klimabürgermeister Martin Heilig betont: »Die Einführung der Elektromobilität stellt viele Arbeitgeber vor neue Herausforderungen. Das Fraunhofer-Institut meistert diese Herausforderung und schafft dabei auch noch ein Angebot für die breite Öffentlichkeit. Ein wegweisender Ansatz, der hoffentlich Schule macht.« Zu den Gesprächspartnern bei der LamA-Transferveranstaltung gehört auch die Geschäftsführerin des Würzburger Unternehmens Beck Elektrotechnik GmbH, Frau Beck-Meidt Sie wird aus der Unternehmenspraxis berichten, welchen Weg Beck Elektrotechnik eingeschlagen hat, um seine Mitarbeitenden „elektromobil“ zu machen.

 

Mehr zum Programm am 21. Oktober 2021 und zur Anmeldung im Internet:

https://www.iao.fraunhofer.de/de/veranstaltungen/2021/zeitenwende-elektromobilitaet-laden-am-arbeitsplatz.html

 

»LamA – Laden am Arbeitsplatz« - Fraunhofer schafft das größte Forschungsnetzwerk für Ladeinfrastruktur in Deutschland

Das Verbundprojekt »LamA«® ist ein wichtiger Fortschritt in der Nachhaltigkeitsstrategie der Fraunhofer-Gesellschaft, die das Ziel verfolgt, bis 2030 klimaneutral zu sein. Das vom Fraunhofer-Institut für Arbeitsorganisation IAO iniziierte Projekt soll einen zentralen Lösungsbaustein für die Stickoxidproblematik und die Dekarbonisierung darstellen und nachweislich zu CO2- und Kosteneinsparungen führen. Gefördert wird das Projekt mit einem Gesamtvolumen über 15 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wie auch mit Mitteln des Fraunhofer-Vorstands.

 

Die Fraunhofer-Gesellschaft mit Sitz in Deutschland ist die weltweit führende Organisation für anwendungsorientierte Forschung. Mit ihrer Fokussierung auf zukunftsrelevante Schlüsseltechnologien sowie auf die Verwertung der Ergebnisse in Wirtschaft und Industrie spielt sie eine zentrale Rolle im Innovationsprozess. Als Wegweiser und Impulsgeber für innovative Entwicklungen und wissenschaftliche Exzellenz wirkt sie mit an der Gestaltung unserer Gesellschaft und unserer Zukunft. Die 1949 gegründete Organisation betreibt in Deutschland derzeit 75 Institute und Forschungseinrichtungen. Rund 29 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend mit natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung, erarbeiten das jährliche Forschungsvolumen von 2,8 Milliarden Euro. Davon fallen 2,4 Milliarden Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung.

 

Das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC (Leitung Prof. Dr. Gerhard Sextl) ist eines der führenden FuE-Zentren für materialbasierte Forschung und Entwicklung in den Bereichen Ressourceneffizienz, Energie, Umwelt und Gesundheit. Mit rund 370 festangestellten Wissenschaftlern und Technikern arbeitet das Institut daran, innovative Funktionsmaterialien und Technologien für nachhaltigere Produkte mit weniger Ressourceneinsatz zu entwickeln und wesentliche Beiträge zur Lösung der großen globalen Fragen und Herausforderungen der Zukunft zu leisten. Mit dem Mutterinstitut und dem Translationszentrum in Würzburg sowie dem Zentrum für Hochtemperaturwerkstoffe und -design HTL in Bayreuth verbindet das Fraunhofer ISC erstklassige materialwissenschaftliche Kompetenz mit langjähriger Erfahrung in der Materialverarbeitung, der industriellen Anwendung und dem Upscaling von Produktions- und Prozesstechnologien in den Pilotmaßstab sowie in der Materialanalytik und -charakterisierung. Mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit ist das Institut ein starker FuE-Partner für Industriepartner und unterstützt mit seinen Entwicklungen die Verringerung von Ressourcenverbrauch und eine verantwortungsvolle Produktion.