Nanotechnologie im Fraunhofer ISC

Das Fraunhofer ISC befasst sich als Materialforschungsinstitut mit der Entwicklung von innovativen nichtmetallischen Werkstoffen und den entsprechenden Verfahren zu deren Herstellung und Verarbeitung. Innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft ist das Institut der zentrale Ansprechpartner für die chemische Nanotechnologie sowie für anorganische nichtmetallische Werkstoffe.

Ein Spezialgebiet des Fraunhofer ISC sind die ORMOCER®e. Diese Stoffklasse erweitert das Anwendungsspektrum rein anorganischer glas- und keramikartiger Werkstoffe. Die am Institut entwickelten nanoskalig aufgebauten anorganisch-organischen Hybridpolymere werden mit Hilfe des Sol-Gel-Verfahrens in flüssiger Phase hergestellt. Dabei werden funktionale anorganische Cluster (Teilchengröße im Bereich 1-10 nm) über organische Gruppen vernetzt. Es entstehen hochvernetzte, transparente Materialien, deren Eigenschaften über die Auswahl der anorganischen und organischen Strukturelemente in weiten Bereichen gezielt eingestellt werden können. Die dekorative Wirkung, die Anfälligkeit gegenüber Verschleiß und Korrosion sowie die optischen und elektrischen Eigenschaften dieser Schichtsysteme und Werkstoffe lassen sich ebenso beeinflussen wie die Hafteigenschaften, die Benetzbarkeit, Barriereeigenschaften oder die Biokompatibilität. Daraus ergibt sich ein sehr breites Anwendungsspektrum für hybridpolymere Werkstoffe.

Typische Einsatzgebiete von maßgeschneiderten Nanomaterialien im Fraunhofer ISC sind:

  • mechanische Schutzschichten
  • Anti-Haft/Anti-Statik/Anti-Reflexschichten
  • Korrosionsschutz
  • Farbschichten
  • Sensoren
  • Barriereschichten/Migrationsschutz
  • Medizintechnik
  • dentale Werkstoffe
  • Kleber
  • Folien/Fasern
  • (Nano)partikel
  • (Mikro-)Elektronik
  • Polymere Ionenleiter
  • Optik/Photonik

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