Nanopartikel und Komposite

Nanopartikel werden genutzt, um andere Werkstoffe mit neuen Eigenschaften auszurüsten und so neuartige Funktionen zu erreichen. Auch in der Medizin werden sie in Zukunft als zielgenaues Transportmedium für Wirkstoffe oder in der Diagnostik eingesetzt werden. Ihre extrem geringe Größe erfordert beim industriellen Einsatz jedoch ein hohes Maß an Know-how und einen verantwortungsbewussten Umgang. Neben der Entwicklung, Herstellung und Funktionalisierung von Nanopartikeln selbst hat das Kompetenzfeld deshalb ein Verfahren entwickelt, die Partikel zu modifizieren und zu größeren Einheiten zusammenzufassen. Diese spezielle Technologie vereinfacht das Handling und verbessert die Verwertbarkeit von Nanopartikeln in Produktionsprozessen. Eingebracht in die gewünschte Matrix lassen sich die Nanopartikel wieder vollständig redispergieren und entfalten so wieder ihre funktionellen Eigenschaften.

Das Arbeitsgebiet:

Synthese, Funktionalisierung, Isolierung und Dispergierung von Nano- und Mikropartikeln, Methoden zur Herstellung von thermoplastischen oder duroplastischen Kompositen sowie deren Formgebung. Ein Schwerpunkt bzgl. der Kompositmatrix liegt bei den ISC-eigenen anorganisch-organischen Hybridpolymeren (ORMOCER®en) sowie deren Verarbeitung zu Folien, Fasern und Hohlfasern.

Kernkompetenzen:

Nasschemische Synthese von oxidischen und hybriden Nano- und Mikropartikeln aus molekular-dispersen Vorstufen. Modifizierung von Partikeln, Schichtsilicaten und Carbon Nanotubes (CNT) zur Dispergierung in verschiedenen Medien und Matrizes oder zur (Bio-) Funktionalisierung. Verarbeitungsverfahren für Nanokomposite und Duroplaste (Spinnen von Fasern und Hohlfasern, Folienziehen, Spritzgießen)