Baugeschichte
Das Institut für Silicatforschung ist eines der traditionsreichsten Forschungsinstitute in der Fraunhofer-Gesellschaft. Gegründet 1926 als Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin, wurde die Silicatforschung nach dem II. Weltkrieg unter dem Dach der Max-Planck-Gesellschaft nach Würzburg geholt. Angesiedelt wurde das Institut bereits damals am Neunerplatz im ehemaligen Offizierskasino des 9. Königlich-Bayerischen Infanterieregiments in der Zellerau. Ein erster Erweiterungsbau mit einer modernen Schmelzhalle für das „Glas“-Institut wurde 1958 eingeweiht.
1971 übernahm die Fraunhofer-Gesellschaft das anwendungsorientiert und industrienah arbeitende Forschungsinstitut von der eher grundlagenorientierten Max-Planck-Gesellschaft. Fraunhofer baute zunächst 1986 einen Technikumsbau mit Anlagen zur Lacksynthese und zum Spinnen keramischer Fasern. 1989 nahm das Institut eine Dependance in der Friedrichstraße in Betrieb, 1995 wurde die Außenstelle des Fraunhofer ISC in Bronnbach bei Wertheim gegründet. Eine bedeutende bauliche Erweiterung erfuhr das Institut 1996 durch das „Technikum II“ genannte Labor- und Bürogebäude, das direkt an die Talavera angrenzt.
Zuletzt wurde 2005/2006 ein Anbau an das Technikum II zur Synthese von Vorstufen für die Herstellung hochtemperaturbeständiger keramischer Verstärkungsfasern gesetzt. Ebenfalls im Jahr 2006 wurde in Bayreuth die Fraunhofer-Projektgruppe für Keramische Verbundstrukturen gegründet, die an das Würzburger Institut angegliedert ist. Mit der nun geplanten grundlegenden Erweiterung am Neunerplatz soll am Würzburger Hauptsitz Raum für bis zu 80 Mitarbeiter und neue Werkstoffentwicklungen speziell für die Bereiche Energie, Umwelt und Gesundheit geschaffen werden.




